Aus Fehlern lernt man .. Das bekommt man immer wieder gesagt. Und das stimmt auch. Eine Fehlerkultur zu entwickeln und dabei Feedback aktiv einzufordern bzw. geben zu dürfen, hilft Ihren Mitarbeitern, Ihnen und dem gesamten Unternehmen.

Fehler macht jeder mal, das ist menschlich. Diese “Learnings” helfen uns aber auch dabei, beim nächsten Mal wachsamer zu sein und darauf zu achten, dass diese nicht nochmal vorkommen. Es heißt aber nicht, dass sofort ein Fehler vorliegt, wenn ein Teammitglied oder der Vorgesetzte ein konstruktives Feedback zur Arbeitsleistung abgibt. Feedback wird leider oft als Kritik aufgefasst, obwohl es für die fachliche und persönliche Weiterentwicklung wichtig ist.

Heutzutage müssen sich Unternehmen mit neuen Märkten, Wettbewerbern und Anforderungen der Kunden auseinandersetzen und darauf reagieren können. Dabei gewinnen die Unternehmen, die sich den ständig neuen Anforderungen anpassen können und wandelbar sind. Und hier unterstützt eine ausgiebige Feedback- und Fehlerkultur, die Veränderungen anzunehmen und anzusprechen, gemeinsam zu “lernen” und darauf reagieren zu können.

Feedback kann dabei von Mitarbeitern, Vorgesetzen, Kunden oder auch Interessenten aktiv eingefordert, abgegeben und gemeinsam besprochen werden. Insgesamt führt eine Feedbackkultur zu einer höheren Zufriedenheit und lässt das Unternehmen somit langfristig stärker werden.

Weitere Vorteile sind, dass

 

  • die Produktivität steigt
  • man sich und das Unternehmen besser kennen lernt
  • die Frustration abgebaut werden kann
  • Sicherheit vermittelt wird
  • Ziele schneller erreicht werden können
  • neue Blickwinkel in Betracht gezogen werden
Video Content

Tipps für das Feedback Gespräch

Versuchen Sie, aufmerksam zuzuhören, wenn Sie Feedback erhalten. Dabei ist es wichtig, dass Sie denjenigen ausreden lassen und das Feedback verstehen. Danach können Sie das Feedback annehmen und Ihre Sicht erläutern. Achten Sie darauf, dass Sie offen für das Feedback sind und denken Sie darüber nach, die Anmerkungen in Betracht zu ziehen. Es zeigt, dass sie lernbereit und engagiert sind. Falls Fragen unklar sein sollten, trauen Sie sich, nachzufragen, um das Feedback nachvollziehen zu können.

Am Ende entscheiden Sie selbst, ob Sie das Feedback nutzen und die Verbesserungen umsetzten möchten oder nicht. Wenn Sie sich unsicher sind, kann es auch helfen, sich weiteres Feedback von anderen Teamkollegen einzuholen.

Sobald Sie ein Feedback mitteilen, ist es wichtig, dass Sie den passenden Zeitpunkt wählen. Das Gespräch sollte in Ruhe stattfinden und nicht im Zeitstress enden. Versuchen Sie, dass Feedback nachvollziehbar zu formulieren und es als konstruktives Feedback aufzubauen. Hier sollten Sie unbedingt sachlich und am besten aus der ICH-Perspektive agieren. Stellen Sie Fragen und versuchen Sie, ein Gespräch aufzubauen, indem Sie die jeweiligen Sichtweisen austauschen und gemeinsam die Ansätze weiterdenken können.

Autorin: Yvon Kassens